Wie kann ich meinen Hund bestatten? Welche Möglichkeiten der Tierbestattung gibt es?

Wie kann ich meinen Hund bestatten? Welche Möglichkeiten der Tierbestattung gibt es?

Unsere Hunde sind Familienmitglieder. Stirbt der geliebte Vierbeiner, so ist der Schmerz enorm groß. Doch was nun? Wie funktioniert Tierbestattung in Deutschland?

In diesem Blogartikel möchte ich einmal eine Zusammenfassung geben.

Grundsätzlich ist der Umgang mit verstorbenen Tieren gesetzlich geregelt im Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz (TierNebG) (siehe: https://www.gesetze-im-internet.de/tiernebg/BJNR008210004.html)

Tierkörperbeseitigung (beim Tierarzt)

Der wohl günstigste legale Weg ist die Tierkörperbeseitigungsanlage. Kosten ca. 20-30 Euro. Dies ist der Standardweg, den der Tierarzt nach dem Einschläfern des Hundes empfiehlt.

Dieser Weg der Tierbestattung ist zwar der günstigste und leider immer noch der häufigste Weg der Entsorgung toter Haustiere. Denn hierbei werden die Tiere zusammen mit Schlachtabfällen in einer Tierkörperbeseitigungsanlage zu Tiermehl oder anderen Produkten verarbeitet. In Zeiten, in denen Tiere Familienmitglieder sind, halten wir von Animal Tree diesen Weg der Tierbestattung für pietätlos.

Bestattung im eigenen Garten

Die wohl am häufigsten favorisierte Tierbestattungsform ist die Hundebestattung im eigenen Garten. Sowohl durch das Vergraben des Hundes, als auch durch das Verstreuen oder Vergraben der Tierasche. Grundsätzlich ist beides möglich. Entscheidend dabei ist allerdings die Größe des Hundes. Beim Bestatten der Tierkadaver im eigenen Garten gilt: kleine Tiere wie Hamster, Meerschweinchen, Vögel… können ohne Genehmigung im eigenen Garten vergraben werden.

Bei Hunden ist beim Vergraben des Tierkörpers die Größe entscheidend. Ein Beagle würde wahrscheinlich als ein „kleines“ Haustier angesehen, bei einem Schäferhund wäre die Rechtslage allerdings eine andere. Da ein Verstoß gegen dieses Gesetz mit einer Strafe von bis zu 15.000 Euro geahndet werden kann, sollte man sich auf jeden Fall bei seiner Kommune vor der Bestattung des eigenen Hundes erkundigen.

In jedem Fall muss das ausgehobene Grab mindestens einen Abstand von 1-2 Meter zur Grundstücksgrenze haben und mindestens 50 cm Tief ausgehoben werden. Wir empfehlen hier aber deutlich tiefer zu graben, sodass auch sichergestellt ist, dass der Tierkörper nicht von anderen Tieren gerochen und wieder ausgegraben wird.

Bevor der Hund ins Grab gelegt wird, empfehlen wir ihn in ein biologisch abbaubares Tuch zu wickeln.

Achtung: Liegt der Garten in einem Naturschutzgebiet oder im Bereich der Trinkwasserversorgung, so darf der Hund dort auf gar keinen Fall bestattet werden! Durch die Leichengifte können das Grundwasser und der Boden verunreinigt werden. Die Strafen hier sind enorm hoch.

Ist das Tier an einer meldepflichtigen Krankheit verstorben, darf es ebenfalls nicht im Garten beigesetzt werden.

 

 

Beerdigung auf einem Tierfriedhof

Kommt der eigene Garten nicht als Grabstätte in Frage, da man zum Beispiel zur Miete wohnt, so kann man seinen Hund natürlich auch auf einem Tierfriedhof bestatten.

Tierfriedhöfe sind in der Regel private Einrichtungen. Die Bestattung der verstorbenen Heimtiere erfolgt in Einzelgräbern oder anonym. Auch Urnengräber werden angeboten.

Aktuell gibt es deutschlandweit etwa 130 Tierfriedhöfe. Auf dem Tierfriedhof kannst du zwischen einem Einzel- oder einem Sammelgrab für rund 100 bis 300 Euro wählen. Hinzu kommen jährliche Kosten der Grabmiete. Auch wenn es mittlerweile 130 Tierfriedhöfe gibt, gibt es leider noch nicht flächendeckend Tierfriedhöfe, sodass eine Bestattung in unmittelbarer Nähe zu jedem Wohnort aktuell noch nicht gegeben ist.

Weitere Informationen zum Thema Tierfriedhof findest du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Tierfriedhof

 

 

Einäscherung im Tierkrematorium

Diese Art der Haustierbestattung erfreut sich immer stärkerer Beliebtheit bei Tierbesitzern. In einem Haustierkrematorium wird der Tierkörper zu Asche verbrannt. Doch Feuerbestattung ist nicht gleich Feuerbestattung. Zu unterscheiden sind die Sammelkremierung, bei der das eigene Haustier zusammen mit anderen Haustieren verbrannt wird. Bei dieser Form der Tierkremation kann der Tierhalter nicht die Asche seines Tieres zurückerhalten. Die Sammelkremierung ist jedoch die günstigste Form der Tierkremierung.

Dem gegenüber steht die Einzelkremierung. Hier wird nur ein Haustier verbrannt. Diese Art der Tierkremierung ist zwar etwas teurer als die Sammelkremierung, jedoch kann man die Asche seines Hundes im Anschluss an die Einäscherung in einer Urne mit nach Hause nehmen.

Wir von Animal Tree bieten ausschließlich die Einzelkremierung an (siehe: https://animaltree.de/kremierung/ ). Wir glauben daran, dass die Hunde unserer Kunden feste Mitglieder der Familien gewesen sind. Aus diesem Grund kommt für uns eine Sammelkremierung nicht in Frage. Schließlich wächst aus den biologisch abbaubaren Animal Tree® Tierurnen (hier geht es zu unseren Tierurnen: https://animaltree.de/animal-tree-urne/ ) ein Baum des Erinnerns an das geliebte Haustier. Da passt einfach nur die Einzelkremierung.

Baumbestattung in einem Animal Tree

Zusammengefasst: Es gibt in Deutschland ganz unterschiedliche Möglichkeiten, seinem Hund die letzte Ruhestätte zu gewährleisten. Natürlich würden wir immer die Animal Tree® Haustierbestattung wählen. Doch egal ob Animal Tree®, Vergraben, Kremieren oder Tierfriedhof. In jedem Fall ist es sinnvoll sich rechtzeitig mit dem Thema der Tierbestattung zu beschäftigen, denn im Fall der Fälle liegen die Nerven oft blank und man ist sehr froh, wenn man dieses Thema dann schon geklärt hat.